Regest
Johann Heinrich Marti (Martin), alt Landammann und Ratsherr von Glarus, Landvogt im Rheintal, verleiht auf Lebenszeit im Namen der neun regierenden eidgenössischen Orte des Rheintals dem Jüngling Johannes Kuhn, Sohn von Ulrich im Feldmoos, Hofmann von Thal, die Hälfte von obrigkeitlichen Äckern und Wiesen, die der verstorbene Glaser Jakob Messmer, Hofmann von Thal, als Lehen besessen hat. Die andere Hälfte ist dem Joseph Beerli, Sohn von Konrad am Buechberg, als Lehen übergeben worden. Zum Lehen gehören ein Acker auf der Kruft und ein Kopfende (vorhaubt) in Strenglen an der Rietgasse. Davon bezahlt er jährlich sieben Kreuzer für den Heuzehnt sowie ein Viertel Getreide (kernen) und zwei Viertel Hafer St.Galler Mass mit zehn Kreuzern und zwei Pfennigen an Martinstag (11.11.) an den Landvogt. Zum Lehen gehört auch eine Seewiese jenseits des Rheins auf dem Niderriet, die Johannes Kuhn mit dem Beerli gemeinsam bewirtschaftet. Der Zins der Seewiese beträgt 21 Kreuzer, wovon Kuhn sieben, Beerli 14 Kreuzer zahlen.