Vor 75 Jahren: Der Lawinenwinter 1951 im Kanton St.Gallen

Der Februar 2026 ist geprägt von ausgiebigen Schneefällen entlang des Alpenhauptkamms. In den betroffenen Berggebieten wird vor grosser Lawinengefahr gewarnt. Am 16. Februar 2026 ist beispielsweise eine Lawine auf die Eisenbahnlinie am Lötschberg niedergegangen.

Diese Ereignisse erinnern an den «Lawinenwinter 1951», in welchem enorme Schneemassen zu rund 1300 Lawinenniedergängen mit schweizweit 98 Todesopfern führten (vgl. https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007781/2024-06-17/).

Auch im Kanton St.Gallen waren vor 75 Jahren zahlreiche Schadenereignisse zu beklagen. Gemäss Amtsbericht der Regierung über das Jahr 1951 gingen 134 Schadenlawinen nieder. Ungefähr 170 Hektaren Gebirgswald fielen den winterlichen Unwettern zum Opfer, vorwiegend im Sarganserland. Im weiteren wurden 34 Alpgebäude zerstört oder beschädigt und zehn Brücken weggerissen. Auch 2.5 Kilometer Strassen und 1.7 Kilometer Telefonleitungen und elektrische Anlagen waren von den Lawinenniedergängen betroffen.

Die Regierung stellte dennoch mit einiger Zufriedenheit fest, dass sich die seit Ende des Zweiten Weltkriegs erstellten Lawinenverbauungen am Gonzen bei Sargans, am Mattstock über Amden am Walensee sowie bei Schilt in der Toggenburger Gemeinde Stein bewährt hatten. Diese waren nach dem für den Kanton noch verheerenderen Lawinenwinter 1945 erstellt worden, bei welchem der Verlust von drei Menschenleben und 22 Stück Grossvieh zu beklagen gewesen war.

Impressionen
10 Treffer

Februar 2026

Hilfe Suche